24. März 2011

1. BDIH Nachhaltigkeitstag 24. März 2011

Am 24. März 2011 fand der erste BDIH Nachhaltigkeitstag in Mannheim statt.
Ein Rück- und Überblick

Die BDIH BIPS Initiative kann damit ab sofort von jedem Mitgliedsunternehmen des BDIH für sich als Instrument der Nachhaltigkeitskommunikation und des Managements von Nachhaltigkeit im Unternehmen genutzt werden.
Der BDIH Geschäftsführer Rechtsanwalt Harald Dittmar erläuterte die Einzelheiten. Die Präsentation können Sie hier downloaden.
Für Ihre Fragen und Anregungen stehen wir gerne zur Verfügung und wir freuen uns, Sie möglichst bald als ein Unternehmen unserer Nachhaltigkeitsinitiative begrüßen zu dürfen.
Dr. Stefan Siemer verdeutlichte die Komplexität und Multidimensionalität des Themas "Nachhaltigkeit kommunizieren" welches mit der menschlichen Sehnsucht nach einfachen Strukturen wie schwarz/weiß oder gut/schlecht kollidiert. Er zeigte viele Bespiele von gelungener und nicht gelungener Kommunikation zu Nachhaltigkeit und verknüpfte dies mit aktuellen Forschungsergebnissen. BDIH Mitglieder können die Thematik im Mitgliederbereich von http://www.bdih.de/ nachverfolgen.


Andreas Bröcher (PWC, Frankfurt) führte die Wichtigkeit der Implementierung von Nachhaltigkeitsmanagement in die Geschäftsprozesse vor Augen. Er zeigte die Entwicklungen und Möglichkeiten auf. Für BDIH Mitglieder steht der Vortrag im Mitgliederbereich von http://www.bdih.de/ zur Verfügung.


Der Vortrag von Prof. Dr. Schönwiese des Instituts für Atmosphäre und Umwelt der Universität Frankfurt ließ keinen Zweifel an einem bestehenden Klimawandel auf unserer Erde, der sehr gut erklärt und anhand vielfältiger Daten anschaulich belegt wurde. Deutlich wurde, dass der Mensch einen hohen Anteil zu diesem Klimawandel beiträgt und dass alle Szenarien der künftigen Entwicklung drastische Veränderungen prognostizieren. Der auch mit neuesten Erkenntnissen verbundene Vortrag steht für BDIH Mitglieder im Mitgliederbereich von http://www.bdih.de/ zur Verfügung.


Der Nachmittag war dem auch politisch heiß diskutierten Thema Palmöl gewidmet. Die Diskussionsrunde dazu wurde mit Statements zu verschiedenen Aspekten eingeleitet.
Prof. Dr. Schuchardt vom Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Braunschweig zeigte die Ökobilanzierung einer Ölmühle auf und wie ein verbessertes Verfahren der Kompostierung der biologischen Abfälle und der Abwasserverwertung die Ökobilanz der Mühlen verbessern kann.
Frau Hölzel von Greenpeace erläuterte kritische Aspekte der Nachhaltigkeit von Palmöl.
Herr Dr. Schröder, Henkel erklärte das Konzept des RSPO und gab bekannt, dass über Henkel, Unilever und den WWF ein neues "Forum on Sustainable Palm Oil" gegründet wurde, das am 18. Mai in Berlin mit einer Kick-off Veranstaltung vorgestellt wird.
Ein Praxisbeispiel zu nachhaltigem Palmöl wurde zum Abschluss von Herrn Boos von Ecocap bio commodities dargestellt.
Alle Beiträge sind für BDIH Mitglieder im Mitgliederbereich von www.bdih.de hinterlegt.
Die anschließende Diskussionsrunde wurde durch Frau Fleckenstein vom WWF komplettiert.
Die Teilnehmer debattierten über die Sinnhaftigkeit der bisherigen Ansätze, den Wert von Zertifizierungen von Palmöl generell und erläuterten die Hintergründe für die unterschiedlichen Beurteilungen der bisherigen Initiativen und ihrer Erfolge. Einig war man sich letztlich in der Lückenhaftigkeit der bisherigen Konzepte zum Schutz des Regenwaldes und der Artenvielfalt und der damit verbundenen Notwendigkeit von Maßnahmen, die auch effektiv umgesetzt und von den betroffenen Regierungen und Erzeugern mitgetragen werden.
Der Tag wurde von Prof. Braungart mit einem Vortrag und mit Thesen zur Herstellung von „guten Produkten“ beendet. Der Entwickler des Cradle to Cradle® Konzeptes gab hierbei einen zum weiteren Nachdenken gedachten Überblick über auch versteckte Zusammenhänge und forderte zum Überdenken bisheriger Nachhaltigkeitskonzepte und Begrifflichkeiten auf. Auch zu diesem Beitrag können Mitglieder des BDIH die Vortragsfolien im internen Bereich von http://www.bdih.de/ einsehen.
Wir haben uns sehr über die rege Beteiligung und die hervorragenden Beiträge und die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer gefreut, so dass wir weitere Nachhaltigkeitstage veranstalten werden.


11. November 2010

Kick-off für BDIH-Nachhaltigkeitsinitiative am 10. November 2010

Die Nachhaltigkeitsinitiative BIPS – BDIH Initiative for Practical Sustainability als Instrument, das es Unternehmen praktisch ermöglicht, selbst gesteckte Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und auszubauen. Im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung beleuchteten namhafte Referenten die Bedeutung von Nachhaltigkeit und regten zum Denken und Handeln an.

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, den folgenden Generationen ein intaktes ökonomisches, soziales und ökologisches System zu hinterlassen. In der unternehmerischen Verantwortung nennt man das Corporate Social Responsibility (CSR). Mit BIPS regt der BDIH seine Mitgliedsunternehmen an, auf einfache, aber effektive Weise Nachhaltigkeitsziele zu definieren, zu erreichen, zu dokumentieren und zu kommunizieren. Die bereichsübergreifende Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit des BDIH hat dazu einen Kriterienkatalog erarbeitet, der gleichermaßen die Gebiete Produkte/Qualität, Umwelt/Ressourcen, Mensch/Gesellschaft und Kapital/Arbeit erfasst. Darüber hinaus beinhaltet die Initiative eine unternehmensexterne Kontrolle durch den Verband.

Das gesamte BIPS-Konzept wurde aus den Grundsätzen des Global Compact der Vereinten Nationen entwickelt, einem Katalog feststehener Prinzipien auf den Gebieten Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.

Am 10. November fand in Mannheim die Kick-Off-Veranstaltung von BIPS statt. Mit über 60 Teilnehmern fand die Veranstaltung großen Anklang. Die Referenten begeisterten mit spannenden Vorträgen und zeugten mit verschiedensten Ansätzen von der zunehmenden Wichtigkeit nachhaltiger Werte in der heutigen Zeit:

Dr. Stefan Hermann Siemer erläuterte wichtige Maßnahmen und Strategien in der Kommunikation von Nachhaltigkeit. Bei der Auswahl von Produkten seien substanzielle Punkte am wichtigsten. In der Naturkosmetik sind das zum Beispiel das Sourcing und die Rohstoffqualität sowie schonende Verarbeitung. Siemer beschäftigt sich bereits seit Jahren mit der Forschung in Nachhaltigkeit und CSR und ist insbesondere in der Marken- und Kommunikationsstrategie tätig.

Michael Werner von Price Waterhouse Coopers stellte die Wichtigkeit eines unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagements in den Mittelpunkt. CSR sei ein strategisches Instrument und ein Faktor für den Unternehmenserfolg. Sie sollte in alle Geschäftsprozesse integriert und nicht nur als Beiwerk gesehen werden. Zudem seien einheitliche Standards wichtig für die Vergleichbarkeit von Unternehmen und Projekten.

Der ehemalige Greenpeace-Aktivist und renommierte Nachhaltigkeitsforscher Prof. Dr. Michael Braungart legte grundlegende Werte für nachhaltiges Wirtschaften dar. Nachhaltiges Handeln bestehe vor allem darin, intelligent zu produzieren. Ein Lösungsansatz wäre, ausschließlich wiederverwertbare Materialien herzustellen und zu verwenden und somit eine hohe Ökoeffektivität zu erreichen. Sein Cradle-to-Cradle-Konzept (von der Wiege bis zur Wiege) beschäftigt sich vor allem damit, wie Produkte entweder als biologische Nährstoffe in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden können oder als „technische Nährstoffe“ kontinuierlich in technischen Kreisläufen gehalten werden.

(Text: carl com GmbH)

Einen Einblick in die Kernaussagen der Veranstaltung erhalten Sie über den Videoclip hier:


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