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11. Dezember 2012

Nachhaltigkeitspreis für Unilever

Unilever hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2012 in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategie (Konzern)" gewonnen, der von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. verliehen wird. Bei dem Preis steht im Mittelpunkt, dass die Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Umweltschutz in Einklang bringen. Insgesamt hatten sich 680 Unternehmen in 6 Kategorien um den Preis beworben. In einer Pressemitteilung des Konzerns wird der Vorstandsvorsitzende Paul Polman mit den Worten zitiert:
"Ich freue mich sehr, dass die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis Unilever ausgezeichnet hat. Unser Nachhaltigkeitsprogramm, der Unilever Sustainable Living Plan, ist das Herzstück unseres neuen Geschäftsmodells für nachhaltiges Wachstum. Mit dem Programm wollen wir unsere Mitarbeiter genauso wie auch Menschen außerhalb unseres Unternehmens für Nachhaltigkeit begeistern."
Vor wenigen Tagen hat das österreichische Portal format ein lesenswertes Interview mit Paul Polman veröffentlicht ("Nachhaltigkeit als Erfolgsstrategie"), das Hintergrundinformationen zum Sustainable Living Plan des Konzerns enthält:
Paul Polman: "Profitables Wachstum und Nachhaltigkeit sind absolut kein Widerspruch. Nachhaltigkeit bezieht sich aus meiner Warte nicht nur auf den Umgang mit Ressourcen, sondern auch auf Geschäftsmodelle. Wir streben ein solches nachhaltiges Geschäftsmodell an. Ein Businessmodell, das die Effekte des Klimawandels als externe Kosten betrachtet und sie nicht miteinbezieht, wird auf Dauer nicht haltbar sein."
Die Nominierung von Unilever hatte Kritik hervorgerufen, woraufhin die Jury eine Prüfung durchgeführt und eine Stellungnahme verfasst hat. Dieser Vorgang wird auf der Website des Preises dokumentiert.

30. November 2012

Start-up: Get neutral

"Gut für mich. Besser für alle." - mit diesem Claim möchte das Start-up "Get neutral" uns auf spielerische Weise mittels einer App zum nachhaltigen Konsum animieren. Einer der Gründer erklärt die Geschäftsidee in einem Interview mit dem Magazin "Gründerszene" so:
Für Verbraucher bietet Get-neutral eine mobile Online-Plattform, um spielerisch nachhaltige Angebote zu entdecken und einfach auszuprobieren. Für Unternehmen bieten wir Technologie und Know-how für die Vermarktung nachhaltiger Angebote sowie die interne und externe Kommunikation ihrer Nachhaltigkeitsstrategie.
Das gesamte Interview finden Sie hier...

19. November 2012

Barbara Kux zur Nachhaltigkeit

Der Standard hat Barbara Kux interviewt, die bei Siemens für Einkauf und Nachhaltigkeit zuständig ist. Eine kleine Kostprobe des lesenswerten Artikels:
"Bereits heute verbrauchen wir die natürlichen Ressourcen von 1,6 Erden. Im Jahr 2030 werden wir, falls keine Kurskorrektur passiert, bereits zwei Erden benötigen. Wir können die Erde nicht kopieren. Insofern müssen wir schauen, wie wir effizienter mit den begrenzt vorhandenen Ressourcen unserer Erde umgehen und wie wir eingesetzte Ressourcen wiederverwenden können."

21. Oktober 2012

Interview mit Dr. Günther Bachmann

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat auf seiner Website unter dem Titel "Ich plädiere für mehr Verwunderung" ein überaus lesenswertes Interview mit dem RNE-Generalsekretär Günther Bachmann veröffentlicht, in dem viele der hier schon mehrfach angesprochenen Kernpunkte der Debatte um Nachhaltigkeit ihren Niederschlag finden, so beispielsweise die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie oder die Probleme mit "green economy". Ein Auszug:
Frage: "Das so genannte Drei-Säulen-Modell definiert, dass Nachhaltigkeit nur aus dem Zusammenspiel aus Umwelt, sozialen und ökonomischen Zielen zu erreichen ist. Welche Bedeutung hat das Modell heute noch?"
Bachmann: "Es hilft, die mitunter fast schon ritualisierten Lagerkämpfe 'Wirtschaft versus Umwelt' abzubauen. Es macht definitiv Schluss mit der irreführenden Formel „Die-Schornsteine-müssen-rauchen-dann-erst-kommt-die-Umwelt“ und ihrer aktuellen Variante „Umwelt muss jetzt mal eine Pause einlegen, wir brauchen Wachstum“."
Dieses Interview ist Teil eines Buches mit dem Titel "Gesichter der Nachhaltigkeit", das von Alexandra Hildebrandt und Hauke Schwiezer in Kürze herausgegeben wird.

Außerdem ist vor kurzem in der UTB-Reihe (Universitäts-Taschenbücher) ein einschlägiger Titel erschienen: Iris Pufé: Nachhaltigeit.

16. September 2012

Interview mit Marlehn Thieme

Der Tagesspiegel hat ein kurzes Interview mit Marlehn Thieme, der Vorsitzenden des Rates für Nachhaltige Entwicklung, veröffentlicht: "Nicht immer in Zwängen denken". Auf die Frage, wie man nachhaltig handeln könne, antwortet sie ähnlich, wie wir das in einem vergangenen Beitrag getan haben:
"Es ist wichtig, bei den größten Hebeln anzusetzen: Weniger Fleisch essen, vernünftiger heizen, Ökostrom beziehen und sparsame Mobilität nutzen. Wenn jeder das tut, ist schon viel gewonnen. Natürlich hilft es auch, bei den kleinen Dingen mitzudenken, also nicht jedes Mal eine Plastiktüte im Supermarkt zu kaufen."