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8. Januar 2015

Nachhaltiger Tourismus

Der folgende rund 5-minütige Film aus der Reihe WissensWerte erläutert einige Grundlagen des nachhaltigen Tourismus:

18. November 2012

Bewährter Ratgeber: Fair einkaufen

Die meisten Verbraucher kaufen lieber "faire" Produkte, die Mensch und Natur nicht schaden und niemanden ausbeuten. Oft aber besteht das Problem darin, an die entsprechenden Informationen zu kommen. FairTrade Deutschland weist zurecht auf die Unübersichtlichkeit der Lage hin:
Der Boom vom Fairen Handel sorgt für Ratlosigkeit bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Denn der Begriff „Fairer Handel“ oder „fair gehandelt“ ist nicht geschützt und kann auch ohne ein Siegel auf dem Produkt verwendet werdet. So wird der Markt für nachhaltige, ökologische oder sozial angebaute Produkte immer unübersichtlicher. Angesichts der mittlerweile 50 bestehenden Marken und Siegel (Tendenz steigend) für „faire“ Produkte, fühlt sich der Verbraucher und die Verbraucherin im Stich gelassen und steht ratlos vor den Regalen: “Wo liegen die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Siegeln? Und welches Produkt muss ich kaufen, um tatsächlich die Produzenten in den jeweiligen Herkunftsländern zu unterstützen?"
Schneisen in dieses Dickicht schlägt das bewährte, mittlerweile in vierter Auflage erschienene Buch von Martina Hahn und Frank Herrmann: "Fair einkaufen - aber wie? Der Ratgeber für Fairen Handel, für Mode, Geld, Reisen und Genuss" (Brandes & Apsel 2012). Die Buchbeschreibung auf der Verlagswebsite lautet:
Immer mehr Verbraucher möchten wissen, wo sie fair gehandelte Lebensmittel erhalten: In welchem Laden hängen T-Shirts, die nicht von Kindern zusammengenäht worden sind? Wo kann eine Reise gebucht werden, bei der auch das Zimmermädchen einen gerechten Lohn erhält und welcher Investmentfonds ist wirklich nachhaltig angelegt? Mithilfe dieses Ratgebers kann jede und jeder fair konsumieren – vom Szene-Kenner über den Fairtrade-Einsteiger bis hin zum Bio-Käufer. Hier findet sich alles, um sich zurechtzufinden: ausführliche Hintergrundinfos, jede Menge Adressen, Weblinks, Literaturempfehlungen und Einkaufstipps.
Wer sich näher mit Fair Trade befassen möchte, dem sei zusätzlich das Buch von Michael von Hauff und Katja Claus empfohlen: "Fair Trade. Ein Konzept nachhaltigen Handels" (UTB Stuttgart 2012).

   

15. November 2012

Nachhaltiger Tourismus

Seit 1998 ist der internationale Tourismus mit Einnahmen über 500 Milliarden US-Dollar die größte Exportindustrie der Welt. Tatsächlich setzt die Branche aber noch deutlich mehr um, denn zu den 700 Millionen Auslandreisen kommen noch 2,3 Milliarden Touristen, die ihren Urlaub zuhause verbringen. Die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) schätzt die Gesamteinnahmen auf jährlich 1,7 Billionen US-Dollar.

Auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen Weltgesellschaft spielt diese Wachstumsbranche deshalb eine wichtige Rolle. Und tatsächlich werben die großen Tourismuskonzerne seit einigen Jahren mit Begriffen wie "Ökotourismus" oder "sanfter Tourismus". Das darf aber, so Norbert Suchanek, nicht darüber hinwegtäuschen, dass "ungehindert drei für die Umwelt und die soziale wie ökonomische Situation in den Entwicklungsländern gefährliche Tourismustrends" zunehmen, nämlich der Trend zu immer mehr Fernreisen, immer mehr All-inclusive-Reisen und immer mehr Kreuzfahrtreisen. Die problematischen Folgen dieser Trends zeigt der Autor in einem Aufsatz auf, der auf der Website der bpb zur Verfügung steht:
Norbert Suchanek, Die dunklen Seiten des globalisierten Tourismus. Zu den ökologischen, ökonomischen und sozialen Risiken des internationalen Tourismus; in: Aus Politik und Zeitgeschichte 47/2001.
Wer sich über nachhaltigen Tourismus informieren will, kann sich beispielsweise folgende Online-Angebote anschauen:
  • Die UNWTO hat dem Bereich "Sustainable Development of Tourism" einen eigenen Bereich im Rahmen des Internetauftritts gewidmet. Ein Fokusthema dort ist "Climate Change & Tourism".
  • Die britische NGO TourismConcern setzt sich für "ethischen Tourismus" ein. Auf der Website finden sich Unterrichtsmaterialien und Hinweise, was wir alle als Touristen (besser) machen können.
  • Die Website Green Travel bezeichnet sich selbst als "Das Portal für umweltbewusstes Reisen" und listet u.a. eine Vielzahl von Umweltsiegeln auf, die beim Planen einer Reise von Nutzen sein könnten.
  • Beim ForumAndersReisen, einem Zusammenschluss von rund 150 kleineren deutschen Reiseveranstaltern mit dem Fokus Nachhaltigkeit, findet man in einer Datenbank direkt nachhaltige Reiseangebote.
  • Mehr zum Thema und weiterführende Links bieten u.a. das österreichische Nachhaltigkeitsportal oder das dortige Schulportal...